Klimawandel? Boden, ein schützenswertes, weil unvermehrbares Gut? Demografischer Wandel? Bauen und Kreislaufwirtschaft? Alles unwichtig – jedenfalls dann, wenn das Thema Einfamilienhäuser und dessen Präsenz in politischen Diskussionen als Gradmesser dient. Das Deutsche Architekturmuseum nimmt nun einen neuen Anlauf, die Debatte über Einfamilienhäuser anzuschieben.
Besonders in Projekten, in denen nach gemeinwohlorientierten und partizipativen Leitlinien agiert wird, fungiert »Stadt für Alle« als Leitmotiv und Versprechen von Teilhabe und Inklusivität. Doch eingelöst wird das Versprechen in den meisten Verfahren nicht. Das muss aber nicht so blieben.
International löst sich die regelbasierte Ordnung mehr und mehr auf. Europäer wollen ihre "Werte" eher mit kriegerischer, sogar atomarer Aufrüstung statt mit Diplomatie verteidigen. Die Wertediskussion hat über den Pritzker-Preis und im Kontext des DAM-Preises auch die Architektur-Debatten …
Was Schönheit heute ist, können wir als Zeitgenoss:innen womöglich nicht immer in Gänze und abschließend abschätzen. Anhand des jüngst verliehenen Architekturpreises max40 zeigt sich jedoch, dass sich Virulenzen in der Architektur nicht auf die Frage nach dem Schönen reduzieren lassen.
Das Bauen in stark durch die Geschichte bestimmtem Umfeld fordert besonders heraus: Den Bestand zu respektieren, ohne sich von ihm lähmen zu lassen, das ist die Kunst. In Lübeck und in Stralsund ist zu erleben, wie das konkret aussehen kann.
Es ist eine Neuentdeckung. Henrik Szántó, ein Autor finnisch-ungarischer Abstammung, der sich ein schmerzhaftes Kapitel deutscher Geschichte vorgenommen hat, irritiert mit ungewöhnlicher Erzählperspektive: Das Haus erzählt.
Infolge der Enthüllungen im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein sind auch der Pritzker-Preis für Architektur und mit ihm vor allem Stiftungsvorsitzender Thomas J. Pritzker in die Schlagzeilen geraten. Hat der „Nobel-Preis der Architektur“ noch eine Zukunft? Ein Kommentar.
Das Berliner Sport- und Erholungszentrum SEZ stellt nicht nur ein bedeutendes Architekturzeugnis der späten Nachkriegsmoderne dar, es schrieb auch ein ganz besonderes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte. Dessen ungeachtet steht es seit vielen Jahren leer, zahlreiche Initiativen setzen sich für eine Neunutzung ein. Nun soll es zum Showdown kommen
Sie ist eine Institution der Kultur von unten, weit über Hamburg hinaus. Inzwischen ist es Zeit für Sanierung und Weiterentwicklung der Kultur-Fabrik Kampnagel. Die Planung dafür übernahmen keine Geringeren als Anne Lacaton und Jean Philippe Vassal. Die gehen die Aufgabe erwartet unkonventionell an.
Am 30. Januar wurde der DAM-Preis verliehen. Die Entscheidung der Jury folgt klar erkennbaren Kriterien: Architektur wird nicht nur als ästhetisches Objekt, sondern wesentlich auch in seiner gesellschaftlichen Relevanz bewertet. Vielleicht ist da aber noch ein bisschen mehr.