Der aus der Schweiz stammende Autor Werner Blaser (1924-2019) ging lebenslang internationalen Kulturen und Tendenzen des Bauens auf wissenschaftlichem Niveau nach, seine Bücher werden weltweit gelesen. Neu aufgelegt: »Tempel und Teehaus in Japan«.
Die prekären Relationen zwischen Mächtigen und Architekten ziehen stets Aufmerksamkeit auf sich, wenn Abhängigkeiten die vermeintliche Freiheit des Gestaltens einschränken oder sogar Unterwürfigkeit zum Erfolg führt. In Berlin zeigt die Tchoban Foudation das Beispiel Boris Iofan, Wolfgang Kil war dort.
Mit der »Dichte« städtischer Quartiere kommen viele Menschen nicht klar, und so thematisieren jüngste Debatten wieder das »Land«. Was ländlich idyllisiert wird, liegt jedoch im Argen. Statt die Ortsmitten zu revitalisieren, werden an den Ortsrändern unverändert jene Einfamilienhausgebiete …
Zwei Architekten, zwei Metiers: Hermann Czech gelingt mit seinem Buch ein Wegweiser durch ein mühevolles, verwirrendes Feld – Isabella Marboe hat es gelesen. Und mit einem Opus Magnum präsentiert Hartmut Frank das fulminante Werk von Fritz Schumacher – Wolfgang Voigt bespricht es.
Das Verhältnis zwischen Mensch und Natur ist nicht so, wie es sich Papst Franziskus vorstellt, eine “sublime Geschwisterlichkeit mit der Schöpfung“. Wann und wie ist das gleichrangige Verhältnis zwischen Natur und Kultur verloren gegangen?
Hell, klar, richtig, gut – so hätte man Architektur, Planung und Design gerne. Aber so einfach ist das nicht. Gestaltung ist Teil von Machtausübung und Voraussetzung für sie. Sie ist aber darin erkenntnis- und aufschlussreich, gerade weil sie sich nicht von Politik trennen lässt. Und die Kritik …
Die Diskussion, wie wir unser Lebensumfeld, unsere Kulturlandschaft und unsere Städte gestalten, hat wieder eine neue Dynamik bekommen. Wir sollten uns dafür ohne Verklärung fragen, welchen Einfluss Städtebau ausüben und welchen gesellschaftlich relevanten Beitrag er leisten kann.
Ein Blick in die Geschichtsbücher von Architektur und Städtebau zeigt, dass es nicht an Ideen und Vorstellungen mangelt, wie „richtige“ Stadt oder „ideale“ Architektur auszusehen habe. Doch in der Realität bleiben nur Versatzstücke, Unvollständiges zurück. Daran zeigt sich, wie wenig Architekt:innen von den Herstellungsbedingungen der Räume verstehen, in denen sie arbeiten.
Bedarf es heute einer institutionalisierten Stadtbaukunst? Als Gegenbewegung zur schematischen, mechanischen Stadterweiterungspraxis entwickelte sich Stadtbaukunst als Anspruch gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Doch die Lage heute ist eine andere als die vor über hundert Jahren. Was bedeutet das für die Idee einer Stadtbaukunst im Zusammenspiel mit Städtebau, Architektur und Stadtplanung?
Seit den 1960er Jahren ist die Architektur, die heute unsere gebaute Umwelt in Stadt und Land prägt, stetig in der Kritik geblieben. Es gibt aber wieder unterschiedliche Versuche, eine Architektur zu etablieren, die mehr sein will, als funktionale Abstraktion oder renditeträchtige Minimierung: eine Architektur, in der sich Geschichten finden lassen.