Die Moderne – wie nahezu alle historischen Themen eine geschichtswissenschaftlich nie endene Angelegenheit. Drei Bücher zu Le Corbusier, Mies van der Rohe und einer bautypologischen Einzelheit erschließen Quellen, interpretieren Werke, widmen sich Details. Marcus Nitschke (Hrsg.): Le Corbusier …
Wenn die Internationale Bauausstellung der Region Stuttgart 2027 die Ergebnisse ihrer zehnjährigen Tätigkeit vorstellen wird, wird die Weißenhofsiedlung im Mittelpunkt stehen. Noch ist offen, ob man auch hier auf Stuttgarts Höhen dann auch wirklich etwas darüber erfährt, wie man die Herausforderungen der Zukunft bewältigen könnte. Ein reichlich spät ausgelobter Ideewettbewerb lässt zumindest noch etwas Hoffnung.
Der aus der Schweiz stammende Autor Werner Blaser (1924-2019) ging lebenslang internationalen Kulturen und Tendenzen des Bauens auf wissenschaftlichem Niveau nach, seine Bücher werden weltweit gelesen. Neu aufgelegt: »Tempel und Teehaus in Japan«.
Zwei Architekten, zwei Metiers: Hermann Czech gelingt mit seinem Buch ein Wegweiser durch ein mühevolles, verwirrendes Feld – Isabella Marboe hat es gelesen. Und mit einem Opus Magnum präsentiert Hartmut Frank das fulminante Werk von Fritz Schumacher – Wolfgang Voigt bespricht es.
Wie wohnt es sich heute in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung? Dieser Frage ist der Deutsche Werkbund Baden-Württemberg in einem neuen, schön bebilderten, schön gestalteten Buch nachgegangen.
Der Deutsche Werkbund Baden-Württemberg und dessen Stadtgruppe Stuttgart zeigen vom 23. bis zum 25. Juli 2021 – zum Jahrestag der Eröffnung der Werkbund-Ausstellung Die Wohnung 1927 – eine Ausstellung zu einer neuen Publikation.
Die Diskussion, wie wir unser Lebensumfeld, unsere Kulturlandschaft und unsere Städte gestalten, hat wieder eine neue Dynamik bekommen. Wir sollten uns dafür ohne Verklärung fragen, welchen Einfluss Städtebau ausüben und welchen gesellschaftlich relevanten Beitrag er leisten kann.
Es wächst die Erkenntnis, wie sehr unser Handeln in ein komplexes, globales Beziehungsgeflecht eingebettet ist. Das öffnet auch einen anderen Blick auf Bewohnbarkeit, Wohnen und Wohnungspolitik, die in ihrer aktuellen Form nur die Defizite befeuert, die zu beheben sie behauptet.
Seit den 1960er Jahren ist die Architektur, die heute unsere gebaute Umwelt in Stadt und Land prägt, stetig in der Kritik geblieben. Es gibt aber wieder unterschiedliche Versuche, eine Architektur zu etablieren, die mehr sein will, als funktionale Abstraktion oder renditeträchtige Minimierung: eine Architektur, in der sich Geschichten finden lassen.
Martin wer bitte? Martin Punitzer? Nie gehört! Im bauhausfixierten Kanon der modernen Architektur fand der 1927-29 in Berlin gebaute Roxy-Palast des jüdischen Architekten Martin Punitzer (1889-1949) bisher keinen Platz. Vielmehr sind Gebäude und Architekt nahezu unbekannt. Solche Lücken in der …