Design-Build-Projekte gelten seit einiger Zeit als Königsdisziplin der Architekturlehre. Doch was mit einem solchen Projekt passiert, wenn es mit den Unwägbarkeiten hiesiger Hochschulpolitik konfrontiert ist, zeigt sich in Köln, wo der geplante Abriss eines Hochschulbaus manch Frage offenlässt.
Am Ort der am 11. September 2024 eingestürzten Carolabrücke in Dresden soll ein "Ersatzneubau" entstehen. Allseits wird ein "Bürgerbeteiligungsprozess" gelobt, der dazu führte, dass die Beurteilung der Fachexperten marginalisiert wird. Eine knappe Mehrheit im Stadtrat folgt der Meinung von …
Jahrzehnte verfehlter Verkehrspolitik und ausbleibender Instandhaltungsarbeiten, zwei Phänomene unserer Zeit: In der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn kulminieren sie derzeit zu einem selten gesehenen Extrem.
In München soll die Ludwigstraße, die historische Achse von der Feldherrnhalle Richtung Schwabing, neu gestaltet werden. Den Wettbewerb gewann das französische Büro Michel Desvigne Paysagiste. Adrian von Buttlar plädiert dafür, besser die vollgeparkten Seitenstraßen zu begrünen statt die historische Achse mit Grün zu verstellen.
Bundesweit stehen die in den Nachkriegsjahren errichteten Kulturbauten auf dem Prüfstand. Oft mangels gebührender Gebäudepflege zeigt sich krass der berüchtigte Sanierungsstau – auch in Bonn. Dort ruft die Kulturdezernentin Birgit Schneider-Bönninger den „ultimativen Sanierungsnotstand“ für die …
In einem Werkstattverfahren für die Entwicklung eines innenstadtnahen Gebiets in Ladenburg erhielt der Entwurf von von schneider+schumacher mit Carla Lo Landschaftsarchitekten den ersten Preis.
Erneut ist ein prominentes Beispiel vom Abriss-Alltag betroffen. Im Zentrum Stuttgarts soll ein Haus zerstört werden, das Teil der Nachkriegsgeschichte der Stadt und untrennbar mit ihr verbunden ist: das Haus der Buchhandlung Wittwer. Das Gebäude ist nicht nur das Zeugnis einer Bauepoche, sondern auch das einer jungen Demokratie im Aufbruch – deren Zeugnisse aber auch anderswo verschwinden.
Was Schönheit heute ist, können wir als Zeitgenoss:innen womöglich nicht immer in Gänze und abschließend abschätzen. Anhand des jüngst verliehenen Architekturpreises max40 zeigt sich jedoch, dass sich Virulenzen in der Architektur nicht auf die Frage nach dem Schönen reduzieren lassen.
Vieles muss sich ändern, wenn die Erde bewohnbar bleiben soll – das wissen wir. Aber wenn es konkret werden soll, fehlen die Erfahrungen. Oder es wird gerade nur so viel geändert, dass möglichst viel so bleiben kann, wie es ist. Das muss man nicht hinnehmen, denn es bieten sich andere Optionen.
Das Bauen in stark durch die Geschichte bestimmtem Umfeld fordert besonders heraus: Den Bestand zu respektieren, ohne sich von ihm lähmen zu lassen, das ist die Kunst. In Lübeck und in Stralsund ist zu erleben, wie das konkret aussehen kann.