Wettbewerb 1961, oben: erster Preis, Entwurf von Horst Niessen, unten: zweiter Preis an Rolf Störmer. (Bild: Archiv gmp)
Wettbewerb 1961, oben: erster Preis, Entwurf von Horst Niessen, unten: zweiter Preis an Rolf Störmer. (Bild: Archiv gmp)
Ansicht von Süden, 1973 (©ARGE Horst Niessen, Rolf Störmer; Bäderland Hamburg)
Ansicht von Süden, 1973 (©ARGE Horst Niessen, Rolf Störmer; Bäderland Hamburg)
Modell, Messen und Rechnen
Messmodell 1968, M 1:26,67, aus Kunststoff, siehe Anm. 6) (©Ekkehard Ramm)
Messmodell 1968, M 1:26,67, aus Kunststoff, siehe Anm. 6) (©Ekkehard Ramm)
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Schnitt durch die Randbalken, die nur im Auflagerbereich (7'0) massiv, ansonsten als Hohlkastträger (8') ausgebildet sind.
Schnitt durch die Randbalken, die nur im Auflagerbereich (7'0) massiv, ansonsten als Hohlkastträger (8') ausgebildet sind.
Vor der Tür zum Institut für Baustatik an der Universität Stuttgart, das Ekkehard Ramm geleitet hat, steht immer noch das Modell9, 10 der Hamburger Alsterschwimmhalle; es ist eines der wenigen überhaupt noch erhalten gebliebenen Mess- und Berechnungs-Modelle.
Aufsicht und Schnitt; die örtlichen Grundstücksgrenzen führten dazu, dass mit einem innenliegenden Zugband gearbeitet werden musste.
Aufsicht und Schnitt; die örtlichen Grundstücksgrenzen führten dazu, dass mit einem innenliegenden Zugband gearbeitet werden musste.
Das Tragwerk
Formänderungen und Bewegungen der weitgespannten Konstruktion sind fortlaufend beobachtet, kontrolliert und protokolliert worden. Die Ergebnisse des Monitorings gaben nie Anlass zur Sorge. Dennoch wurde 2004 diskutiert, die Alsterschwimmhalle, wie es hieß, aus Kostengründen zu schließen (und abzureißen). Nach lautstarken Protesten aus der Hamburger Bevölkerung – die keineswegs nur stuckdekorierte Prachtbauten des 19. Jahrhunderts wertschätzt – wurde die Halle 2007 umgebaut.
Denkmalschutz
Links: 1973, an der Stirnseite stand eine Tribüne (©Bäderland_Hamburg); rechts: Sie wurde bei der Samierung entfernt. (Bild: Wilfried Dechau)
Links: 1973, an der Stirnseite stand eine Tribüne (©Bäderland_Hamburg); rechts: Sie wurde bei der Samierung entfernt. (Bild: Wilfried Dechau)
Schauen, prüfen, neu berechnen?
Nachdem das geklärt und begutachtet war, galt es, diesen Zustand der Schale zu sichern, die während der Sanierungs- und Umbauarbeiten für lange Zeit ungeschützt freistand. Oben mussten schnell neue Wärmedämmung und Dachdichtung aufgebracht werden. Und unterseitig wurde mit einem kathodischen Korrosionsschutzsystem dafür gesorgt, dass die Bewehrung keinen Schaden nimmt. Um auch weiterhin die Konditionierung der Luft unterhalb der Schale sicherstellen zu können, wurde wieder eine Unterdecke eingehängt. Allerdings durften dafür – auf Anraten von Sven Plieninger – keine neuen Dübellöcher in die Schale gebohrt werden. Damit sollte auf jeden Fall verhindert werden, dass durch die nur 8 cm dünne Schale durchgebohrt wird oder versehentlich Bewehrungseisen angebohrt werden. Und so geschah es.
Links: 1973 mit Tribüne und Sprungturm (©Bäderland_Hamburg); rechts: Die Tribüne ist weg, der Sprungturm blieb auf Wunsch der Denkmalpflege erhalten, kann aber nicht mehr genutzt werden. (Bild: Wilfried Dechau)
Links: 1973 mit Tribüne und Sprungturm (©Bäderland_Hamburg); rechts: Die Tribüne ist weg, der Sprungturm blieb auf Wunsch der Denkmalpflege erhalten, kann aber nicht mehr genutzt werden. (Bild: Wilfried Dechau)
Was atmosphärisch übrig blieb
Neue Oberflächen im Duktus der alten prägen die Innenräume. (Bild: Wilfried Dechau)
Neue Oberflächen im Duktus der alten prägen die Innenräume. (Bild: Wilfried Dechau)
Schalen-Revival?
Ein aus tausenden von Stangen gebildeter Gerüstwald. Screenshot aus einem undatierten, während der Bauzeit 1968-1973 aufgenommenen Video (© Bäderland Hamburg).
Ein aus tausenden von Stangen gebildeter Gerüstwald. Screenshot aus einem undatierten, während der Bauzeit 1968-1973 aufgenommenen Video (© Bäderland Hamburg).
1) https://bautechnikgeschichte.files.wordpress.com/2015/07/weber.pdf;
Beitrag zum 5th International Congress on Construction History, Chicago, June 3-7, 2015.
Christiane Weber, Institut für Architekturtheorie und Denkmalpflege, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Technikerstraße 21, A-6020 Innsbruck, christiane.weber@uibk.ac.at
Das ist es mir wert
- 1Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 2Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 3Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 4Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 5Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 6Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 7Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 8Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 9Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 10Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 11Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 12Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 13Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 14Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 15Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 16Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 17Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 18Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 19Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13
- 20Ekkehard Ramm und Eberhard Schunck: Heinz Isler Schalen, Verlag vdf, Zürich, 1986, Seite 13