Theresa Keilhacker, Präsidentin der Architektenkammer Berlin (Bild: Wilfried Dechau)
Theresa Keilhacker, Präsidentin der Architektenkammer Berlin (Bild: Wilfried Dechau)
Beim Bund weiß man um die Dringlichkeit, mit der Brückenbauten ertüchtigt werden müssen. Folie aus dem Vortrag von Gero Marzahn, Referatsleiter im BMDV (Bild: Wilfried Dechau)
Beim Bund weiß man um die Dringlichkeit, mit der Brückenbauten ertüchtigt werden müssen. Folie aus dem Vortrag von Gero Marzahn, Referatsleiter im BMDV (Bild: Wilfried Dechau)
Jeder Weckruf ist willkommen!
Zum Thema der Materialproblematik beim Beton konnte Florian Hüller als Geologe und Leiter des Bereichs Materialtechnologie und Anwendungstechnik eines großen Baukonzerns, der für Innovationen vielfältiger Art bekannt ist, der interessierten Runde Auskunft über eine ganze Reihe von Denk- und Handlungsansätze zur CO2 -Reduzierung geben. Bis zu einem Drittel ließen sich seiner Meinung nach mit geeigneten Mitteln die hohen Treibhausemissionen im Bauwesen senken. Zur Weiterentwicklung des Materials führte Florian Hüller neben der Beachtung einer hohen Bindemitteleffizienz, der Substitution von Zement durch feine Füllstoffe, dem gezielten Einsatz verschiedener Zementsorten, der Optimierung der Packungsdichte, der Verwendung rezyklierter Gesteinskörnungen auch die Verarbeitung mittels moderner Mischtechnik an. Ein hoher Vorfertigungsgrad und eine energetische Betonkernaktivierung würden ebenfalls einen wichtigen Beitrag zu einer emissionsarmen Bauweise leisten.
Plädoyer für die Ingenieurbau-Denkmalpflege und -Öffentlichkeitsarbeit: Cengiz Dicleli, wissenschaftlicher Leiter der Tagung (Bild: Wilfried Dechau)
Plädoyer für die Ingenieurbau-Denkmalpflege und -Öffentlichkeitsarbeit: Cengiz Dicleli, wissenschaftlicher Leiter der Tagung (Bild: Wilfried Dechau)
Ingenieurbau und Denkmalpflege
Was tun?
In Aufrbruchstimmung: Eugen Brühwiler, ETH Lausanne (Bild: Wilfried Dechau)
In Aufrbruchstimmung: Eugen Brühwiler, ETH Lausanne (Bild: Wilfried Dechau)
Heinz Islers Schale für Sicli in Genf, 1967-70 gebaut (Bild: Wilfried Dechau)
Heinz Islers Schale für Sicli in Genf, 1967-70 gebaut (Bild: Wilfried Dechau)
Warum kommt kein Entscheidungsträger, Herr Wissing?
PS: Herr Brühwiler kam meiner Bitte um ein Statement zur Veranstaltung wie folgt nach:
«Das "Ulrich Finsterwalder Symposium" vom letzten Donnerstag war sehr erfolgreich, denn es wurden viele Denkanstösse und konkrete Lösungen vorgetragen. Es herrschte eine Aufbruchstimmung hin zu einer neuartigen Bauwerkserhaltung, bei der:
- zunächst die Historie eines Bauwerks gründlich erkundet und verstanden werden muss,
- das Tragverhalten z.B. von Brücken messtechnisch und nicht nur rechnerisch erfasst und überprüft wird,
- und, falls ein Eingriff ins Bauwerk wirklich notwendig sein sollte, dieser mit modernen Technologien und Hochleistungsbaustoffen sorgfältig geplant und ausgeführt wird,
mit einer weitestgehenden Respektierung der baukulturellen Werte und einem möglichst kleinen Ressourcenverbrauch.
Damit folgt die Bauwerkserhaltung den Grundsätzen der Nachhaltigkeit. Die Erhaltung der Nibelungenbrücke von Ulrich Finsterwalder wird diese neuartige Bauwerkserhaltung beispielhaft veranschaulichen.»6
Das ist es mir wert
- 1https://kulturerbe-konstruktion.de/spp-2255-kulturerbe-konstruktion/ueber-spp-2255-kulturerbe-konstruktion/
- 2https://www.kib1.ruhr-uni-bochum.de/kib/mitarbeiter/lehrbeauftragte/marzahn/index.html.en
- 3https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nibelungenbr%C3%BCcke_Worms
- 4Noch unter Vorbehalt: https://fis.tu-dresden.de/portal/de/publications/ertuchtigung-einer-stahlbetonstrassenbrucke-mit-carbonbeton(0239bd55-c949-4111-9d3f-afa4d99bb3bd).html
- 5https://www.espazium.ch/de/aktuelles/mit-leichtigkeit-verbessern
- 6Dokumentation: https://vimeo.com/649518865