Understatement
Es ist wirkliches britisches Understatement, denn die eigentliche Bauaufgabe bestand darin, einen würdigen Zugang zu den fünf sehr eigenständigen Gebäuden auf der Museumsinsel zu ermöglichen. Bis auf die Nationalgalerie sollen sie alle in ferner Zukunft einmal über eine unterirdische „archäologische Promenade“ verbunden sein, in die es jetzt über die James Simon 1 Galerie und das Neue Museum einen Einstieg geben wird. Außerdem erschließt das Gebäude das Pergamonmuseum (gerade im Umbau) auf der Ebene seines Eingangsgeschosses, und es nimmt das von August Stüler begonnene System der Kolonnaden am Neuen Museum sowie an der Spree auf und vollendet es. So ganz zweckfrei ist das Gebäude also nicht. Es verknüpft und erschließt ebenerdig, unterirdisch und auf höherer Ebene gleichzeitig mehrere Wegeverbindungen, auch wenn dies wohl erst in vielen Jahren erlebbar sein wird. Das Pergamonmuseum wird wohl erst 2025, das Alte Museum gar erst 2030 eingebunden sein.
Museums-Insel (Lageplan: David Chipperfield Architects / Beschriftung: Marlowes)
Museums-Insel (Lageplan: David Chipperfield Architects / Beschriftung: Marlowes)
Eingangsseite, rechts die an Stülers Neues Museum anschließenden Kolonnaden (Bild: Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects)
Eingangsseite, rechts die an Stülers Neues Museum anschließenden Kolonnaden (Bild: Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects)
Spielräume der Stadtgesellschaft
Grundrisse Erd- und Hauptgeschoss (Copyright: David Chipperfield Architects)
Grundrisse Erd- und Hauptgeschoss (Copyright: David Chipperfield Architects)
Künftiger Übergang zum Pergamonmuseum (Bild: Olaf Bartels)
Künftiger Übergang zum Pergamonmuseum (Bild: Olaf Bartels)
Romantischer Klassizismus
Hinter dem großen Kassen- und Informationstresen erscheint hinterleuchteter Mamor. (Bild: Olaf Bartels)
Hinter dem großen Kassen- und Informationstresen erscheint hinterleuchteter Mamor. (Bild: Olaf Bartels)
Am Kupfergraben (Bild: Olaf Bartels)
Am Kupfergraben (Bild: Olaf Bartels)
Das Auditorium der James-Simon-Galerie bietet Platz für rund 300 Gäste. (© BBR / SPK / Björn Schumann)
Das Auditorium der James-Simon-Galerie bietet Platz für rund 300 Gäste. (© BBR / SPK / Björn Schumann)
Sonderausstellungsraum (© Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects)
Sonderausstellungsraum (© Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects)
Erinnerung an die Kulisse der "Schule von Athen": beim Presserundgang zur James-Simon-Galerie (Bild: Olaf Bartels)
Erinnerung an die Kulisse der "Schule von Athen": beim Presserundgang zur James-Simon-Galerie (Bild: Olaf Bartels)
Stiftung Preußischer Kulturbesitz, vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Nutzer
Staatliche Museen zu Berlin
Architekten
David Chipperfield Architects Berlin
Projektpartner
David Chipperfield, Martin Reichert, Alexander Schwarz
Projektarchitekt
Urs Vogt
Ausführungsplanung
Wenzel + Wenzel Freie Architekten, Berlin
Tragwerksplaner
IGB Ingenieurgruppe Bauen, Berlin
Lichtplaner
matí AG, Adliswil
Landschaftsarchitekten
Levin Monsigny Landschaftsarchitekten, Berlin
Projektbeginn: 1999 / 2007
Baubeginn: 2009
Fertigstellung: 2018
Eröffnung: Juli 2019
Das ist es mir wert
- 1James Simon (1851-1932), Unternehmer und Kunstmäzen Bauherr Stiftung Preußischer Kulturbesitz, vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Nutzer Staatliche Museen zu Berlin Architekten David Chipperfield Architects Berlin Projektpartner David Chipperfield, Martin Reichert, Alexander Schwarz Projektarchitekt Urs Vogt Ausführungsplanung Wenzel + Wenzel Freie Architekten, Berlin Tragwerksplaner IGB Ingenieurgruppe Bauen, Berlin Lichtplaner matí AG, Adliswil Landschaftsarchitekten Levin Monsigny Landschaftsarchitekten, Berlin Projektbeginn: 1999 / 2007 Baubeginn: 2009 Fertigstellung: 2018 Eröffnung: Juli 2019