Der aus der Schweiz stammende Autor Werner Blaser (1924-2019) ging lebenslang internationalen Kulturen und Tendenzen des Bauens auf wissenschaftlichem Niveau nach, seine Bücher werden weltweit gelesen. Neu aufgelegt: »Tempel und Teehaus in Japan«.
Störer der Unordnung – er war noch bei der Feier seines 89. Geburstags absolut sicher, auch den 100er feiern zu können, und auch den Bau seines Herzensprojektes der letzten Jahre, eine große neue Wiener Synagoge am Platz zwischen Parlament und Palais Epstein an der Ringstraße als eine …
Nachrichten und ein Kommentar: Ein Großer der Architektur hat uns verlassen, die EU-Kommission malt Gas und Atomkraft grün an, es wird stetig weiter abgerissen. Doch die Nachrichten mit dem deftigstem Vokabular kamen in Sachen Architektur und Stadt aus Berlin.
Wo die kapitalisierte Ökonomie über Boden bestimmt, zählt der baukulturelle Wert von Räumen wenig. Die Denkmalpflege scheint kaum Ideen zu haben, wie sie anders als rein formal bewerten will. Drei Beispiele für den Abriss bemerkenswerter Häuser in Berlin in Köln.
Wie sprechen wir über Räume und die gebaute Stadt, wie gestalten wir sie, mit welchen Prämissen und auf welchen Grundlgen tun wir das? Drei neue Publikationen geben Einblicke.
Die Diskussion, wie wir unser Lebensumfeld, unsere Kulturlandschaft und unsere Städte gestalten, hat wieder eine neue Dynamik bekommen. Wir sollten uns dafür ohne Verklärung fragen, welchen Einfluss Städtebau ausüben und welchen gesellschaftlich relevanten Beitrag er leisten kann.
Nach dem Zwischenpräsentationsjahr 2019 und einer vielbeachteten Ausstellung im Eiermann-Bau in Apolda biegt die IBA Thüringen auf die Schlussgerade ein. Zunächst wenig öffentlichkeitswirksam, enstehen inzwischen einige bemerkenswerte Projekte. Zum Beispiel in Saalburg-Ebersdorf
Ein Blick in die Geschichtsbücher von Architektur und Städtebau zeigt, dass es nicht an Ideen und Vorstellungen mangelt, wie „richtige“ Stadt oder „ideale“ Architektur auszusehen habe. Doch in der Realität bleiben nur Versatzstücke, Unvollständiges zurück. Daran zeigt sich, wie wenig Architekt:innen von den Herstellungsbedingungen der Räume verstehen, in denen sie arbeiten.
Die kühnen Forderungen der Klimaschützer und Weltretterinnen zeitigen auch Plädoyers für das Bauen mit natürlichen Baustoffen – Hans Joachim Schellnhuber fordert beispielsweise das Bauen mit Holz. Anna Heringer hat in Rosenheim ein Haus aus Holz und Lehm gebaut und stellt unter Beweis, dass an …
Wir müssen reden. Über so einiges. Zum Beispiel darüber, wie mit einer politischen Ideologie Räume so gestaltet werden, dass selbstverständlich erscheint, was es nicht ist. Dass selbstverständlich erscheint, was Ausdruck eines Verteilungskampfes, der Machtsicherung ist oder der Diskriminierung …