Das Lichtspieltheater International wurde 1961 als Premierenkino Ostberlins von Josef Kaiser und Heinz Aust entworfen – ein Highlight der Ostmoderne. Nach sechzig Jahren Dauerbetrieb war nun eine Generalsanierung vonnöten, im Frühjahr 2024 begann der Berliner Fotograf Christoph Eckelt, die …
Bundesweit stehen die in den Nachkriegsjahren errichteten Kulturbauten auf dem Prüfstand. Oft mangels gebührender Gebäudepflege zeigt sich krass der berüchtigte Sanierungsstau – auch in Bonn. Dort ruft die Kulturdezernentin Birgit Schneider-Bönninger den „ultimativen Sanierungsnotstand“ für die …
Zufällige Architektur nennt Jan Hora die Architektur, die nicht von Anfang an so geplant wurde, wie sie realisiert wurde, die im Prozess entstanden ist, bei der Pragmatik, begrenzte Ressourcen ebenso wie die Kunst der Improvisation eine Rolle spielen. Sie begegnet einem am häufigsten bei …
Ökonomisch, ökologisch und baukulturell ist es Irrsinn, Gebäude in einen abrissreifen Zustand verkommen zu lassen. Lange vor der Transformation kommt es deswegen auf gute, verlässliche Konzepte der Gebäudepflege an – es ist höchste Zeit für einen paradigmatischen Wechsel im Blick auf etwas, was …
Angesichts einer perspektivisch anstehenden, aber noch ungeklärten Sanierung von Gottfried Böhms 1980 eröffnetem Kulturbau dokumentieren die Fotografien in diesem Essay den ungeschönten Ist-Zustand eines Denkmals, das zwischen skulpturalem Anspruch und pragmatischer Funktionalität …
Erneut ist ein prominentes Beispiel vom Abriss-Alltag betroffen. Im Zentrum Stuttgarts soll ein Haus zerstört werden, das Teil der Nachkriegsgeschichte der Stadt und untrennbar mit ihr verbunden ist: das Haus der Buchhandlung Wittwer. Das Gebäude ist nicht nur das Zeugnis einer Bauepoche, sondern auch das einer jungen Demokratie im Aufbruch – deren Zeugnisse aber auch anderswo verschwinden.
Die Restaurierung des Magdeburger Doms indiziert auch die Anfänge der Denkmalpflege in Preußen. Die Bau- und Reparaturgeschichte solcher Jahrhunderte überlebender Monumente vergegenwärtigt zudem den Rang jeglichen Betands, der "Geschichte" erzählt und den zu pflegen Verpflichtung einer …
Klimawandel? Boden, ein schützenswertes, weil unvermehrbares Gut? Demografischer Wandel? Bauen und Kreislaufwirtschaft? Alles unwichtig – jedenfalls dann, wenn das Thema Einfamilienhäuser und dessen Präsenz in politischen Diskussionen als Gradmesser dient. Das Deutsche Architekturmuseum nimmt nun einen neuen Anlauf, die Debatte über Einfamilienhäuser anzuschieben.
Das Bauen in stark durch die Geschichte bestimmtem Umfeld fordert besonders heraus: Den Bestand zu respektieren, ohne sich von ihm lähmen zu lassen, das ist die Kunst. In Lübeck und in Stralsund ist zu erleben, wie das konkret aussehen kann.
Eine erzählte Anamnese des kranken Planens und Bauens – alles richtig. Und im Untertitel lesen wir, "wie wir wieder zukunftsfähig werden". Wen interessiert das nicht? Aber leider hilft das vorgeschlagene Antidot höchstens retardierend.