Ringelpietz: Ideen, wie ein Mensch im Zusammenleben mit anderen Menschen sein Glück finden möge, gab und gibt es reichlich. 1904 gründeten Idealisten die Kolonie Monte Verita im schweizerischen Ascona; das Dach von Le Corbusiers "Unité d'habitation" (1947) bot als Ergänzung zu kleinen Wohnungen viel Freiraum für alle; und die "Kommune I" konfrontierte 1967 als politisch ambitionierte WG das spießige Bürgertum mit der Kritik an der Kleinfamilie. (Bilder: Fondazione Monte Verita, Fondation Le Corbusier / VGBild-Kunst; Werner Bokelberg)
Ringelpietz: Ideen, wie ein Mensch im Zusammenleben mit anderen Menschen sein Glück finden möge, gab und gibt es reichlich. 1904 gründeten Idealisten die Kolonie Monte Verita im schweizerischen Ascona; das Dach von Le Corbusiers "Unité d'habitation" (1947) bot als Ergänzung zu kleinen Wohnungen viel Freiraum für alle; und die "Kommune I" konfrontierte 1967 als politisch ambitionierte WG das spießige Bürgertum mit der Kritik an der Kleinfamilie. (Bilder: Fondazione Monte Verita, Fondation Le Corbusier / VGBild-Kunst; Werner Bokelberg)
Musterwohnung für eine/n Alleinstehende/n, ausgestellt im Museum: Es ist so eng, dass die Person in die gemeinsam zu nutzenden Räume geht ... (Bild: Mark Niedermann)
Musterwohnung für eine/n Alleinstehende/n, ausgestellt im Museum: Es ist so eng, dass die Person in die gemeinsam zu nutzenden Räume geht ... (Bild: Mark Niedermann)
1.Mose, 2:18
Weil wir nicht erst seit Virginia Woolfs Essay "A Room of One's Own" (1929) wissen, dass der Mensch sehr gern auch mal allein sein will und muss, spannt sich ein konfliktreiches Feld menschlicher Befindlichkeit auf, das immer wieder neu verhandelt werden muss. Diese Erkenntnis ist wahrlich nicht neu, aber was sie denjenigen aufbürdet, die mit Bad-Befunden und Küchen-Kalamitäten, Geheimem und Gemeinem, Generationsverträgen und Genderproblemen zu kämpfen haben und zu sinnfälligen Grundrissen und Schnitten finden müssen, hat es in sich. Schließlich leben hierzulande etwa 60 Prozent der Menschen in Ein- bis Zwei-Personen-Haushalten.
Haus Moriyama in Tokio, 2006 von Ryue Nishizawa gebaut. Wäre das Geländer zur Dachterrasse, die ja doch ein bisschen öffentlich ist, hierzulande genehmigungsfähig? (Bild: Edmund Sumner)
Haus Moriyama in Tokio, 2006 von Ryue Nishizawa gebaut. Wäre das Geländer zur Dachterrasse, die ja doch ein bisschen öffentlich ist, hierzulande genehmigungsfähig? (Bild: Edmund Sumner)
Der Charme des Konkreten
Alles schon mal dagewesen?
Blick in die fiktive Stadtinszenierung, Hauptraum des Vitra Design Museums (Bild: Hannes Henz)
Blick in die fiktive Stadtinszenierung, Hauptraum des Vitra Design Museums (Bild: Hannes Henz)
Ideologie und Pragmatismus
Essen im Freien: Siedlung Heizenholz, Kraftwerk1 in Zürich, 2012 von Adrian Streich Architekten gebaut (Bild: Katrin Simonett/VG Bild-Kunst, Bonn 2017)
Essen im Freien: Siedlung Heizenholz, Kraftwerk1 in Zürich, 2012 von Adrian Streich Architekten gebaut (Bild: Katrin Simonett/VG Bild-Kunst, Bonn 2017)
Fasziniert heute noch: Harry Glück baute 1973 bis 1985 in Wien den Wohnpark Alterlaa (Bild: Simon van Hal)
Fasziniert heute noch: Harry Glück baute 1973 bis 1985 in Wien den Wohnpark Alterlaa (Bild: Simon van Hal)
Eigentum verpflichtet
Mateo Kries, Ilka Ruby, Andreas Ruby, Mathias Müller, Daniel Niggli (Hrsg.): Together! Die Neue Architektur der Gemeinschaft.
Format 23 x 30,2 cm, 352 Seiten, ca. 443 Abbildungen, überwiegend in Farbe. ISBN: 978-3-945852-14-9, 49,90€
Ruby Press
#VDMtogether
Das Museum lädt alle Besucherinnen und Besucher ein, Eindrücke und Fotos von der Ausstellung unter
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