Kleines Orchester, Solist und ein neuartiger Saal: das Casals Forum (Bild: Marcus Ebener)
Kleines Orchester, Solist und ein neuartiger Saal: das Casals Forum (Bild: Marcus Ebener)
Pablo Casals (1876-1973), Cellist, und engagierter Humanist; Bronze von Robert Berks im Foyer des Casals Forums; der 1. Abguss entstand 1977 für die Vereinten Nationen. (Bild: Ursula Baus)
Pablo Casals (1876-1973), Cellist, und engagierter Humanist; Bronze von Robert Berks im Foyer des Casals Forums; der 1. Abguss entstand 1977 für die Vereinten Nationen. (Bild: Ursula Baus)
Die Eröffnung ihres neuen »Casals Forums« feiert die Kronberg Academy mit einem > Festival.
Lageplan (Wettbewerbsplanung, © Volker Staab Architekten)
Lageplan (Wettbewerbsplanung, © Volker Staab Architekten)
Ankunft in Kronberg. Mit fünf Etagen bildet das Hotel eine Blickbarriere. (Bild: Ursula Baus)
Ankunft in Kronberg. Mit fünf Etagen bildet das Hotel eine Blickbarriere. (Bild: Ursula Baus)
Stadtreparatur
Der neu entstandene Beethovenplatz zwischen Hotel (links) und Konzertsaal (Bild: Ursula Baus)
Der neu entstandene Beethovenplatz zwischen Hotel (links) und Konzertsaal (Bild: Ursula Baus)
Aus der S-Bahn kommend, sieht man den zeltartig überdachten Konzertsaal zunächst nicht, denn es dominiert ein Hotelneubau, der eine mächtige Front zum Hang bildet und die Blickbezüge – umgekehrt – vom Beethovenplatz und von den Terrassen des Casals Forums Richtung Frankfurt leider verbarrikadiert. Hangaufwärts, zum Ortskern Kronberg hin, überrascht die Kontur des Konzertsaals, der einerseits durch die Dachform als Solitär wirkt, andererseits topographisch und mit teils verglaster Außenhülle vielfältig mit der Umgebung verzahnt ist. Kommt man vom Ort aus zur S-Bahn, wirkt das Casals Forum tatsächlich wie ein Pavillon.
Blick vom oberen Foyer aus in den Saal (Bild: Marcus Ebener)
Blick vom oberen Foyer aus in den Saal (Bild: Marcus Ebener)
Längsschnitt, links der Kammermusiksaal, rechts das Hotel. (© Volker Staab Architekten)
Längsschnitt, links der Kammermusiksaal, rechts das Hotel. (© Volker Staab Architekten)
Der Topographie angepasst, führt eine großzügige Treppe vom unteren Foyer hinauf zum oberen, das sich zum Park hin öffnet. (Bild: Ursula Baus)
Der Topographie angepasst, führt eine großzügige Treppe vom unteren Foyer hinauf zum oberen, das sich zum Park hin öffnet. (Bild: Ursula Baus)
Die Kammermusik
Idealbesetzung mit vier CellistInnen: Santiago Canon Valencia, Elena van Poucke, Erica Picotti, Brannon Cho (Bild: Patricia Truchsess)
Idealbesetzung mit vier CellistInnen: Santiago Canon Valencia, Elena van Poucke, Erica Picotti, Brannon Cho (Bild: Patricia Truchsess)
Der Saal ist von außen zugänglich, unter EG-Niveau aber auch vom Studienzentrum aus zu erreichen.
Der Saal ist von außen zugänglich, unter EG-Niveau aber auch vom Studienzentrum aus zu erreichen.
Raimund Trenkler, im wahrsten Sinne des Wortes der Bauherr, hatte Akustiker und Architekten quasi gleichberechtigt in den Entscheidungen zusammengebracht, was dann die eine oder andere harte Auseinandersetzung zur Folge hatte: Wer trifft die Gestaltungsentscheidungen, wenn zwischen Akustik und Optik, zwischen Hören und Sehen abgewogen werden muss? Konzerte werden nicht allein zum Hören besucht, nur zum Sehen und Gesehen Werden allerdings auch nicht. Unbeirrbar bestand Raimund Trenkler als Bauherr darauf, dass hier gut auszubalancieren sei und darauf, dass Termine eingehalten wurden.
Martijn Vercammen mitten im Modell (Bild: Peutz)
Martijn Vercammen mitten im Modell (Bild: Peutz)
Die Schallstreuung
Blick zur Saaldecke; das Foto ist nicht schief, vielmehr ist der Grundriss leicht unregelmäßig. Rechts und links oben sind die beweglichen Paneele zu sehen. (Bild: Ursula Baus)
Blick zur Saaldecke; das Foto ist nicht schief, vielmehr ist der Grundriss leicht unregelmäßig. Rechts und links oben sind die beweglichen Paneele zu sehen. (Bild: Ursula Baus)
Die Verizon Hall in Philadelphia von Rafael Viñoly (Bild: Wikimedia Commons)
Die Verizon Hall in Philadelphia von Rafael Viñoly (Bild: Wikimedia Commons)
Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin (Bild: Wikicommons, M. Brückels)
Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin (Bild: Wikicommons, M. Brückels)
Zur Technik: Mit einer hochleistungsfähigen Lüftungsanlage werden stündlich vier Luftwechsel bewerkstelligt – oft führt dergleichen zu sehr störenden Geräuschen. Im Casals Forum hört man nichts von der Lüftungstechnik. Hingewiesen sei noch auf die energietechnische Qualität (CO2-neutral, mit Ökostrom betriebene Wärmepumpe, Eisspeicher), die ein Nachhaltigkeitszerfikat erwarten lässt.
Visualisierung der hangaufwärts gelegenen Situation. Die Dachform ikonographisch zu deuten, fällt noch etwas schwer, denn die Außenanlagen des Gebauten werden erst im Winter fertig. (© Volker Staab Architekten)
Visualisierung der hangaufwärts gelegenen Situation. Die Dachform ikonographisch zu deuten, fällt noch etwas schwer, denn die Außenanlagen des Gebauten werden erst im Winter fertig. (© Volker Staab Architekten)
Auf dass die Musikfamilie wachse...
Beethovenplatz 1, 61476 Kronberg im Taunus
Bauherr
Kammermusiksaal mit Studien- und Verwaltungszentrum: Kronberg Academy Stiftung
Hotel: Contraco GmbH
Architekten
Staab Architekten, Berlin
Team Wettbewerb: Petra Wäldle, Sandra Vranic, Roberto Zitelli, Simon Banakar, Karl Naraghi
Team Planung und Realisierung: Projektkoordination: Hanns Ziegler;
Koordination Bauleitung: Dirk Richter
Projektleitung: Dominik Weigel, Ove Jacobsen, Lukas Oelmüller
Bauleitung
Schütt Ingenieurbau, Münster
Tragwerksplaner
ifb Frohloff Staffa Kühl Ecker, Berlin
Bauphysik und Medientechnik
Peutz Beratende Ingenieure; Molenhoek
Bühnentechnik
Theateradvies bv, Amsterdam
Lichtplanung
LIcht Kunst Licht AG; Berlin
Controlling
Drees & Sommer, Stuttgart
Planungs- und Bauzeit
Wettbewerb 2014
Planungsbeginn 2014
Fertigstellung 2022
Das ist es mir wert
- 1Platz 2 belegt Starnberg, auf Platz 1 rangiert Heilbronn.