Ansicht vom Parkweg, Blickrichtung Schauckelbrücke. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Ansicht vom Parkweg, Blickrichtung Schauckelbrücke. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Ansicht vom Parkweg. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Ansicht vom Parkweg. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Die Toiletten sin düber die Stirnseiten zugänglich. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Die Toiletten sin düber die Stirnseiten zugänglich. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Rückseite. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Rückseite. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Die Holzbeplanung ist außen lackiert, innen naturbelassen. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Die Holzbeplanung ist außen lackiert, innen naturbelassen. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Der Fließenspiegel nimmt die Außenfarbe auf. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Der Fließenspiegel nimmt die Außenfarbe auf. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Sorgfalt auch im kleinsten Detail: Wasserspeier. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Sorgfalt auch im kleinsten Detail: Wasserspeier. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Neu entwickelte Signaletik. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Neu entwickelte Signaletik. (Bild: Naumann Wasserkampf Architekten)
Architektur: Naumann Wasserkampf Architekten, Weimar
Mitarbeit: Julia Naumann, Max Wasserkampf, Pascal Schettki
Picture 009
Picture 009
Unterstellplatz für Wartungsgeräte
Nur die Pfette an der Eingangsseite ist vor die Stütze gezogen und von der Bekleidung freigestellt, so dass eine leichte Irritation entsteht: Was trägt, was ist vorgesetzt, was ist Hülle, welche Fläche hat welche Stärke? Eine Stelle, an der eines der ganz pragmatischen Teile des kleinen Gebäudes sich löst und für sich zu stehen scheint, als Hinweis auf eine Mehrdeutigkeit, die allein schon deswegen besteht, weil auch die alltäglichste Aufgabe herausfordert, Entscheidungen zu treffen, ein Hinweis darauf, dass auch das Pragmatische immer eine ästhetische Wirkung hat, dass nie etwas so alltäglich sein kann, dass es sich nicht lohnt, sich darüber Gedanken zu machen. Vielleicht. Oder ein Spiel mit einem alltäglichen Eckkonflikt, der entsteht, weil die Flächen, aus denen der Körper zusammengesetzt ist, eine Tiefe haben, ein Kniff, der dafür sorgt, dass der Schuppen wie zusammengesteckt wirkt, als sei er aus Fundstücken gefügt. Vielleicht. Vielleicht geht es aber auch nur um die Freude daran, das Alltägliche ernstzunehmen, damit es alltäglich, also beiläufig bleiben kann und uns nicht stören oder ärgern muss.
Ansicht von der Agilofingerstraße. (Bild: Sebastian Schels)
Ansicht von der Agilofingerstraße. (Bild: Sebastian Schels)
Front. (Bild: Sebastian Schels)
Front. (Bild: Sebastian Schels)
Blick ins Innere. (Bild: Sebastian Schels)
Blick ins Innere. (Bild: Sebastian Schels)
Seitenansicht. (Bild: Sebastian Schels)
Seitenansicht. (Bild: Sebastian Schels)
Konstruktion. (Bild: Sebastian Schels)
Konstruktion. (Bild: Sebastian Schels)
Auftraggeber: Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport
vertreten durch Baureferat Hochbau H65, Sportbauten
Architektur: WESTNER SCHÜHRER ZÖHRER Architekten und Stadtplaner PartGmBB,
Projektleiter: Andy Westner
Mitarbeit: Sebastian Mühlbauer
Bruttogeschossfläche: 22,0 qm
Gesamtkosten: 30.000 Euro (brutto)
Leistungsphasen: 1-8
Fotos: Sebastian Schels
Wohnhausanbau in Kaiserslautern
Auch ohne den Bestand zu sehen, spürt man, dass der neue Anbau auf ihn abgestimmt ist. (Bild: Michael Heinrich)
Auch ohne den Bestand zu sehen, spürt man, dass der neue Anbau auf ihn abgestimmt ist. (Bild: Michael Heinrich)
Die gebäudebreit vor den bisherigen Einbau gesetzte Kubatur nimmt im Erdgeschoss Garderobe und einen Arbeitsbereich, im Obergeschoss ein zusätzliches Zimmer und eine kleine Saune auf. Die Holzkonstruktion ist sichtbar gelassen, die Einbauten weiß von ihr abgesetzt. Wie von der Bauherrschaft gewünscht, eröffnet der Anbau zudem neue Ausblicke in die Umgebung.
Den Architekten Bayer Uhrig ist es gelungen, trotz anderer Materialien eine dem bestehenden Haus entsprechende Sprache zu finden: aus der Fassaden- und Geschossgliederung wurde eine fein strukturierte, kassettierte Holzfassade entwickelt, die den Charakter von Schreinereinbauten aus der Entstehungszeit des Gebäudes hat. Über die Farbe wurden zudem Holzläden und Anbau miteinander verbunden. Wie der Wintergarten im Obergeschoss zudem zeigt, sind Häuser wie dieses auch früher schon ergänzt und erweitert worden, sind Terrassen vor der Witterung geschützt und Räume für die Stunden der Entspannung und besondere Anlässe geschaffen worden, die sich im Material von der massiven Struktur des Hauses abgesetzt haben. In diesem Fall wurden außerdem über Geländer, Treppenaufgang und Sockel, im Innern über Fußbodenbeläge und die Farbe Weiß Verbindungen zum Bestand hergestellt. Es wurde einfach, aber wohldurchdacht und sorgfältig detailliert weitergebaut – so wie man es sich eben wünscht, nicht nur, wenn man zu acht in diesem Haus wohnen darf.
Der Anbau von seiner Rückseite. (Bild: Michael Heinrich)
Der Anbau von seiner Rückseite. (Bild: Michael Heinrich)
Durchgehende Sicht, durchgehender Fußbodenbelag. Auch der Altbau wurde modifiziert. (Bild: Michael Heinrich)
Durchgehende Sicht, durchgehender Fußbodenbelag. Auch der Altbau wurde modifiziert. (Bild: Michael Heinrich)
Erdgeschoss, Blick nach Süden. (Bild: Michael Heinrich)
Erdgeschoss, Blick nach Süden. (Bild: Michael Heinrich)
Ansicht Anbau über Eck. (Bild: Michael Heinrich)
Ansicht Anbau über Eck. (Bild: Michael Heinrich)
Durchblick. Im Süden zu erahnen: der Humbergturm. (Bild: Michael Heinrich)
Durchblick. Im Süden zu erahnen: der Humbergturm. (Bild: Michael Heinrich)
Gesamtansicht von Süd. (Bild: Michael Heinrich)
Gesamtansicht von Süd. (Bild: Michael Heinrich)
Das neue Zimmer im 1. Obergeschoss. (Bild: Michael Heinrich)
Das neue Zimmer im 1. Obergeschoss. (Bild: Michael Heinrich)
Architektur: bayer | uhrig Architekten PartGmbB, Andrea Uhrig Architektin BDA, Dirk Bayer Architekt BDA, Kaiserslautern
Projektteam: Andrea Uhrig und Jeanette Wunder
Tragwerk: IG Bauplan Kaiserslautern
Holzbau: Dahler und Sester Heltersberg
Fotos: Michael Heinrich