Eine offene Gesellschaft braucht den offenen Diskurs. Und die Bereitschaft, ihr Erbe anzunehmen und sich mit ihm auseinanderzusetzen. Es gibt viele, die sich dafür stark machen – und sie brauchen unsere Unterstützung. Ein exemplarischer Überblick über aktuelle Petitionen und aktive Inititativen.
Vedrängte Historische Spuren Berliner Schloss
Vedrängte Historische Spuren Berliner Schloss
Abbruch und abgebrochener Aufbruch
Altes Finanzamt Saarbrücken, 2012. (Wikimedia Commons, CC BY-SA 1.0, AnRo0002)
Altes Finanzamt Saarbrücken, 2012. (Wikimedia Commons, CC BY-SA 1.0, AnRo0002)
So sollte es werden; im Bild das von BeL/NL architects entworfende Teil des Paloma-Quartiers, wie es noch auf den Seiten der Bayerischen Hausbau zu sehen ist. Wahrscheinlich, dass es anders kommt. (Bild: Bayerische Hausbau)
So sollte es werden; im Bild das von BeL/NL architects entworfende Teil des Paloma-Quartiers, wie es noch auf den Seiten der Bayerischen Hausbau zu sehen ist. Wahrscheinlich, dass es anders kommt. (Bild: Bayerische Hausbau)
Ein offener Diskurs braucht Sichtbarkeit
Forensic Architecture. (Bild: Right Livlihood)
Forensic Architecture. (Bild: Right Livlihood)
Gestaltungsideen, um die verdrängten Schichten des Ortes Humboldt Forum / Berliner Schloss sichtbar zu machen. Links die Arbeit, die den zur Grundwasserspiegelnivellierung nicht mehr benötigten Sand unter dem Schloss nach außen zu transportieren vorschlägt. (Neslihan Kiran, Lukas Kochendörfer, Niklas Nalbach und Fabien Stoque). Rechts: Musterfassade der Architektur, die hier einmal gestanden hatte. (Situation Room / Sven Bergeltund Kai-Hendrik Windeler)
Gestaltungsideen, um die verdrängten Schichten des Ortes Humboldt Forum / Berliner Schloss sichtbar zu machen. Links die Arbeit, die den zur Grundwasserspiegelnivellierung nicht mehr benötigten Sand unter dem Schloss nach außen zu transportieren vorschlägt. (Neslihan Kiran, Lukas Kochendörfer, Niklas Nalbach und Fabien Stoque). Rechts: Musterfassade der Architektur, die hier einmal gestanden hatte. (Situation Room / Sven Bergeltund Kai-Hendrik Windeler)
Und es bleibt tatsächlich unerträglich, dass eine vermeintliche Kontinuität der Geschichte vorgetäuscht wird – mit den Mitteln derer, die genau das Gedankengut pflegen, das das nun übertünchte Leid, die nun übertünchte Zerstörung hervorgerufen hatte. Die entsprechende Petition kann hier unterzeichnet werden >>>
Weitere drei der insgesamt 21 von einer Jury aus 175 eingereichten Arbeiten.
Links: Frauen machen Schloss-Geschichte von Pia Höhfeld
Mitte: Das Museum des Kolonialismus von Christoph Balzar und Fabian von Ferrari
Rechts: Lufthauch eines kalten Berges von Tina Born und Enrico Niemann
Kultur und Journalismus stärken
Auch in anderer Hinsicht steht Journalismus nicht hoch im Kurs. Das sieht man daran, wie mit der Gemeinnützigkeit umgegangen wird. „Wir schaffen Rechtssicherheit für gemeinnützigen Journalismus“ hatte die amtierende Regierungskoalition in ihrem Koalitionsvertrag versprochen. Bislang gibt es diese Rechtssicherheit nicht. Dass Einsatz für guten Journalismus und eine Gegenstimme gegen die vor allem von rechts wuchernden Falschmeldungen so nicht besonders viel wert sind und Rechtssicherheit alles andere als Realität ist, musste die Plattform „Volksverpetzer“ erfahren, der kurzerhand die Gemeinnützigkeit entzogen wurde. Bislang also von Rechtssicherkeit keine Spur. Nach wie sind Initiativen wie Volksverpetzer, aber auch andere – wie Correctiv, die man sich nicht mehr aus der Medienlandschaft wegdenken mag – auf das Wohlwollen der Finanzämter angewiesen. Eine Änderung der Abgabenordnung wäre hier schon eine Hilfe. Auch hier kann man mit einer Unterschrift unter einer Petition den Druck erhöhen