Maidenhead, Brunel 1838 (Bild: Wilfried Dechau)
Maidenhead, Brunel 1838 (Bild: Wilfried Dechau)
Der erste Zug fährt über die neue Brücke in Küstrin. (Bild: Wilfried Dechau)
Der erste Zug fährt über die neue Brücke in Küstrin. (Bild: Wilfried Dechau)
Alte Bahnbrücke von 1920 – eine sehr schöne, klug gebaute, aber leider im Krieg beschädigte und dann vernachlässigte Brücke. (Bild: Bart Halaczek)
Alte Bahnbrücke von 1920 – eine sehr schöne, klug gebaute, aber leider im Krieg beschädigte und dann vernachlässigte Brücke. (Bild: Bart Halaczek)
Schnitt; im Hauptfeld werden 130 Meter überspannt, in den weiteren 46,40 Meter beziehungsweise 43,50 Meter (Copyright: Knight Architects)
Schnitt; im Hauptfeld werden 130 Meter überspannt, in den weiteren 46,40 Meter beziehungsweise 43,50 Meter (Copyright: Knight Architects)
Angepasst an die Landschaft und als Hommage an die alte Brücke lesbar: die neue Netzwerkbogenbrücke ersetzt den alten Fachwerkbau. (Bild: Wilfried Dechau)
Angepasst an die Landschaft und als Hommage an die alte Brücke lesbar: die neue Netzwerkbogenbrücke ersetzt den alten Fachwerkbau. (Bild: Wilfried Dechau)
Die Generalplanungsleistungen für das komplexe Projekt wurden durch Schüßler-Plan erbracht, während das gestalterische Konzept bis zur Genehmigungsplanung von Knight Architects weiterentwickelt wurde. Das Tragwerk der Strombrücke wurde von sbp geplant und orientiert sich eng am Gestaltungskonzept des Wettbewerbsgewinners. Statt der ursprünglich vorgesehenen Flachstahlhänger wurden jedoch Carbonseile mit einem Durchmesser von gerade mal 50 Millimeter eingebaut. Dadurch konnten das Gewicht der Konstruktion deutlich reduziert und Stahl und Beton im Deck eingespart werden. Das Bauwerk gilt als weltweit erste und bislang einzige Eisenbahnbrücke, bei der für maßgebliche Tragelemente der Hochleistungswerkstoff Carbon verwendet wurde. Die innovative Lösung wurde nach eingehender technischer Prüfung im Rahmen eines Gutachterverfahrens mit Zustimmung im Einzelfall realisiert.
Die Bahn hat damit neue Maßstäbe gesetzt. Die Messlatte liegt jetzt (wieder) höher.
Die Carbonhänger lassen den Blick nach draußen fast völlig frei. (Bild: Wilfried Dechau)
Die Carbonhänger lassen den Blick nach draußen fast völlig frei. (Bild: Wilfried Dechau)
Spannweite Bogen: 130 m
Gesamtlänge Überbau Odervorflutbrücke: 176 m
Breite Überbau: 13 m
Bogenstich: 16 m
Projektbeteiligte
Bauherr: DB Infra Go, Bestandsnetzt Berlin,
Wettbewerbsentwurf: Schüßler-Plan (Objekt- und Tragwerksplanung), Knight Architects (Architektur)
Gestalterische Begleitung: Knight Architects
Generalplanung (u. a. Ingenieurbauwerke, Verkehrsanlagen, technische Ausrüstung, Umweltplanung): Schüßler-Plan
Ausführung Überbau, Bauüberwachung und Carbonhänger: schlaich bergermann partner
Prüfingenieur: Karsten Geißler, Berlin
Materialversuchsanstalt: EMPA Dübendorf, CH
Gutachter für die Zustimmung im Einzelfall: Gerhard Hanswille, Bochum
Geotechnik: GuD Geotechnik und Dynamik Consult GmbH, Berlin
Prüfung Geotechnik: Lutz Vogt, Baugrund Dresden
Bauunternehmen: Sächsische Bau GmbH
Hersteller Carbonhänger: Carbo-Link AG
Wettbewerb für den Ersatzneubau der Eisenbahnbrücke Küstrin-Kietz: 2015
Baufertigstellung: 31. Juli 2024