Deutschlandhaus Berlin marte.marte Architekten
Deutschlandhaus Berlin marte.marte Architekten
Architekten: marte.marte Architekten, Feldkirch (A)
Lageplan des Ensembles aus Europa- und Deutschlandhauses an der Stresemannstraße
Lageplan des Ensembles aus Europa- und Deutschlandhauses an der Stresemannstraße
Kontinuität
Hier ahnt man noch nichts vom neuen "Innenleben" des Deutschlandhauses (rechts), das 1926-31 von den Architekten Bielenberg & Moser gebaut worden war. Links im Bild das Europahaus, das gleichzeitig nach Plänen von Otto Firle errichtet wurde. (Bild: Roland Horn)
Hier ahnt man noch nichts vom neuen "Innenleben" des Deutschlandhauses (rechts), das 1926-31 von den Architekten Bielenberg & Moser gebaut worden war. Links im Bild das Europahaus, das gleichzeitig nach Plänen von Otto Firle errichtet wurde. (Bild: Roland Horn)
Erdgeschoss
Erdgeschoss
Schon vor Betreten des Dokumentationszentrums an der Stresemannstraße machen zigtausende silberschimmernde Nägel im Asphalt des von Via Lewandowsky gemeinsam mit dem Büro ANNABAU gestalteten Vorplatzes deutlich, dass sich hier ein besonderer Ort befindet. Ach ja, die abstrakte Kunst. Wer kann sie deuten? Nein, die intendierte Botschaft des Kunstwerks erschließt leider nicht unmittelbar, dass die Nägel auf die zahllosen Fluchtschicksale verweisen sollen. Dafür verleihen sie dem Ort eine sehr ästhetische Dimension. Ob das der beabsichtigten Botschaft entspricht, sei einmal dahingestellt.
Blick vom Eingang ins Foyer, wo eine gerade Treppe hinauf zur Dauerausstellung führt (Bild: Roland Horn)
Blick vom Eingang ins Foyer, wo eine gerade Treppe hinauf zur Dauerausstellung führt (Bild: Roland Horn)
Lichtfuge zwischen Bestand und Neubau (Bild: Roland Horn)
Lichtfuge zwischen Bestand und Neubau (Bild: Roland Horn)
Durch- und Übergänge
Mit einer gläsernen Fuge im Dach scheiden die Architekten den zwanziger-Jahre-Bau vom Neubau. Die alten Fensteröffnungen der Rückwand sind jeweils faschenartig-skulptural mit einem Rahmen gefasst. Linker Hand geht es in den „white cube“ des Sonderausstellungsraumes, geradezu in den ebenfalls tageslichtbefreiten Multifunktionsraum, der mit Eiche verkleidet einem Schatzkästlein gleicht. Eine mächtige Betontreppe von nachgerade fürstlichen Abmessungen führt zur ersten Ausstellungsebene empor, einem lichtdurchfluteten stützenfreien Raum von rund 900 Quadratmetern.
Obergeschoss mit Blick hinunter in den "Raum der Stille", dessen Interieur von Königs Architekten entworfen wurde. (Bild: Roland Horn)
Obergeschoss mit Blick hinunter in den "Raum der Stille", dessen Interieur von Königs Architekten entworfen wurde. (Bild: Roland Horn)
Aufgang vom Foyer zur Dauerausstellung (Bild: Roland Horn)
Aufgang vom Foyer zur Dauerausstellung (Bild: Roland Horn)
Bau und Kunst
Obergeschoss mit Aufgang zur zweiten Ausstellungsebene (Bild: Roland Horn)
Obergeschoss mit Aufgang zur zweiten Ausstellungsebene (Bild: Roland Horn)
Obergeschoss
Obergeschoss
Wendeltreppe vom ersten ins zweite Obergeschoss (Bild: Roland Horn)
Wendeltreppe vom ersten ins zweite Obergeschoss (Bild: Roland Horn)
Zurück vor dem Deutschlandhaus wandert der Blick hinüber zur Portalruine des Anhalterbahnhofs. Dahinter soll in den kommenden Jahren einmal der von Dorte Mandrup entworfene Ziegelneubau des Exilmuseums entstehen. So könnte rund um den Askanischen Platz eine Art historischer Museumsinsel wachsen. Bis dahin sollten die Vorhänge im Dokumentationszentrum unbedingt wieder aufgezogen werden, um der Architektur von Marte und Marte ihre Wirkung zu belassen und frisches Licht auf Flucht, Vertreibung und Versöhnung zu werfen.
Aus dem Video-Rundgang (Copyright: DFVV)
Aus dem Video-Rundgang (Copyright: DFVV)
Stresemannstraße 90
10963 Berlin
https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/#about
Zum virtuellen Rundgang:
https://www.youtube.com/watch?v=FWj3-VcwprI&t=20s
Architekten
marte.marte Architekten, Bernhard und Stefan Marte
Projektleitung
Robert Zimmermann, Martin Skalet
Controlling
Clemens Metzler